Verkehr des guten Lebens

Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für Köln

Mobilitatskonzept_Mock-Up_Titel-1

Die folgenden Seiten zeigen das Mobilitätskonzept der Agora mit Zielen, Visionen und konkrete Maßnahmen für ein lebenswertes Köln, die BürgerInnen gemeinsam mit Mobilitätsakteueren aus Köln erarbeitet haben.

Wir freuen uns sehr über Kommentare und Diskussionen zu den Inhalten am Ende jeder Unterseite. Ziel ist es, das Konzept gemeinsam mit allen KölnerInnen kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Alternativ zur Online-Version können Sie auch die vollständige Fassung des Mobilitätskonzepts als PDF herunterladen.

Die Print-Version des Mobilitätskonzepts können Sie als Book-on-Demand bestellen (Paperback, 92 Seiten, 16,50 €), bei Amazon oder über den Buchhandel beziehen (ISBN:  978-3-7392-1074-2).

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I. Ziele und Hintergründe des Konzepts

Aachener Straße, Köln-Müngersdorf Foto: Daniel Ullrich

Aachener Straße, Köln-Müngersdorf
Foto: Daniel Ullrich

Eine alternative Mobilität ist möglich, in der nicht mehr der motorisierte Individualverkehr (MIV) den Ton angibt, sondern bei der die Nahmobilität dominiert. Wir fragen uns: Wann kommt endlich die Mobilitätswende? Wir wollen nicht länger in einer autogerechten, sondern in einer menschengerechten Stadt leben. Köln kann sich Schritt für Schritt zu einer lebenswerteren Stadt verändern, in der zukünftig die Nahmobilität den Ton angibt.

Ein Wandel ist im vollen Gange: Immer mehr Menschen benutzen das Fahrrad als Verkehrsmittel. Mittlerweile sind viele Lastenräder im Stadtraum aufgetaucht und verdeutlichen, dass auch größere Gegenstände mit der Muskelkraft transportiert werden können. Die Autobesitzquote ist rückläufig und weniger Menschen haben einen Führerschein. Das Carsharing erlebt einen Boom, der von Seiten der Stadt Köln stärker unterstützt werden muss. Trotz der Kapazitätsengpässe erlebt der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) deutliche Zuwächse, die vor allem die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) herausfordert.

Wir wünschen uns einen entschleunigten Verkehr, bei dem unsere Bürger sich nicht fürchten müssen und bei dem Kinder ohne Begleitung ihre Ziele erreichen können. Statt dessen setzt die Politik häufig auf eine Beschleunigung der Mobilität, die zu einer Verstopfung des Systems führen kann. Die zunehmende soziale Ungleichheit spiegelt sich auch im Verkehrsbereich wieder. Wir wollen eine inklusivere Verkehrspolitik, die die Gesundheit des Menschen und die Umwelt vor die Maschinerie setzt.

Im Zuge des Klimawandels steht Köln vor großen Herausforderungen. Berechnungen zeigen, dass vor allem die Förderung des Radverkehrs im Teilbereich Verkehr zu deutlichen Einsparungen von Treibhausgasen führt. Die Reduzierung der Verkehrsanteile des MIV sind nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes sinnvoll, vielmehr führt eine muskelbasierte Mobilität zu einer gesünderen, ruhigeren und sicheren Stadt und entsprechend zu mehr Lebensqualität.

Der erste Tag des guten Lebens: Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit hat deutlich gemacht, dass die Menschen in Köln den öffentlichen Raum anders als bisher nutzen wollen. An diesem autofreien Tag in Ehrenfeld haben sich u. a. Nachbarn zum ersten Mal auf ihrer eigenen Straße kennengelernt. Hier wurde der durch die Autos zugeparkte Raum endlich wieder frei und stand wieder AnwohnerInnen und BesucherInnen zur Verfügung. Dieser Zustand sollte nicht nur an einem Tag im Jahr möglich sein, sondern soll aus unserer Sicht Stück für Stück alltäglich werden.

Zum Anfang des Jahres 2014 haben sich zahlreiche VerkehrsteilnehmerInnen zu den ersten Kölner Mobilitätsgipfeln getroffen. Die Gipfel dienten der Vernetzung untereinander und waren vor allem der Erstellung des hier vorliegenden Konzepts gewidmet. Einige Akteure wirkten in mehreren Kleingruppen beim Erarbeiten des Konzeptpapiers mit. In unterschiedlichen Handlungsfeldern wurden Ideen zusammengetragen und konkrete Maßnahmen im Verkehrsbereich vorschlagen. Flug- und Transitverkehre wurden hierbei nicht berücksichtigt bzw. nur am Rande behandelt. Berücksichtigt wurden nur Maßnahmen, die im Gestaltungsbereich der Stadt Köln liegen und welche in den nächsten fünf Jahren angegangen, d. h. umgesetzt oder zumindest geplant und beschlossen werden können.

Am Ende des Prozesses wurden die einzelnen Handlungsfelder zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt und erneut den Akteuren zur Diskussion freigegeben. Hinter unserem Mobilitätskonzept steht ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft und Bürgerschaft (siehe UnterstützerInnenliste). Begleitet wird das Konzept von weiteren Aktionen, die von den GipfelteilnehmerInnen initiiert werden. Wir schauen künftig der Politik und Verwaltung noch kritischer auf die Finger und werden unsere Forderungen durch alternative Aktionen verdeutlichen. Mit diesem Papier haben wir das Rad nicht neu erfunden, sondern einen gemeinsamen Standpunkt gefunden, um unsere Stadt lebenswerter zu machen.

Die Agora Köln

Gemeinsam mehr erreichen – das will die Agora Köln als überparteiliches Bündnis aus mittlerweile über 130 Organisationen und einer Vielzahl aktiver BürgerInnen. Sie hat sich 2012 gegründet, um sich gemeinsam für eine lebenswerte Stadt einzusetzen und eine Transformation in Richtung Nachhaltigkeit zu fördern. Die Agora Köln wird juristisch getragen vom gemeinnützigen Institut Cultura21 e.V.

Auf der ursprünglichen Agora, dem Platz in der altgrie­chischen Polis, hat die direkte Demokratie ihren Ur­sprung. Die Politik, der Markt, die Gemeinschaft und das Kulturleben waren hier eins. Auch die Agora Köln bringt Zivilgesellschaft, Umweltbewegung, Kultur und lokale Wirtschaft zusammen, denn Teil des Bündnisses sind Unternehmen, Bürgerinitiativen und Verbände, Bürger­zentren und offene Projektgruppen, Lokalmagazine, Schulen und Gemeinschaftsbüros sowie kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen.

Diesen Organisationen und einer stetig wachsenden Zahl an aktiven BürgerInnen bietet die Agora Köln ein Forum, in dem die Frage nach einem guten, sozial gerechten und umweltverträglichen Lebensstil gestellt wird – angelehnt an das wachstumskritische Konzept ”Buen Vivir“ in Lateinamerika.

Mit ihren Aktivitäten stärkt die Agora Köln die Zivil­gesellschaft in der Stadt und das gemeinschaftliche Leben in der Nachbarschaft. BürgerInnen haben hier die Möglichkeit, sich ganz einfach an Projekten in ihrer Stadt zu beteiligen und sie aktiv mit­ zu gestalten.

Jedes Jahr setzt die Agora Köln einen inhaltlichen Schwerpunkt. 2013 wurde ”Mobilität“ zum Thema gewählt. 2014 wurde der Fokus auf das Thema ”Freiraum / Gemeinschaftsraum“ gesetzt.

Impulsgeber Tag des guten Lebens

Seit 2013 veranstaltet die Agora Köln den Tag des guten Lebens: Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit. Der autofreie Tag ermöglicht es, den städtischen Raum ohne motorisierten Verkehr neu zu erleben und ihn mit gemeinsamen nachbarschaft­ lichen Aktionen, Austausch und Informationen, Musik, Essen oder Spielen zu gestalten oder auch einfach nur durch das Veedel zu spazieren.

Als jährlich wiederkehrendes Angebot schafft der Tag in der Stadt ein autofreies Gebiet, das als öffentlicher Raum der Begegnung und als kreative Werkstatt für langfristige Alternativen genutzt werden kann. Außer­dem sollen gemeinschaftliches Leben und Teilen in der Nachbarschaft gefördert und gestärkt werden.

Beim ersten Tag des guten Lebens 2013 in Köln-Ehrenfeld sorgten vor allem die AnwohnerInnen in den Nebenstraßen für Vielfalt: Matratzenlager, Kochaktionen, Operngesang, Theater und vieles mehr. Auf der Venlorer Straße präsentierten über 50 Organisationen aus Köln ihren Beitrag zum damaligen Themenschwerpunkt ”Mobilität“. In den Neben­straßen sorgten darüber hinaus die AnwohnerInnen für Vielfalt: Matratzenlager, Kochaktionen, Operngesang, Theater, …

Der große Erfolg des Tages des guten Lebens zeigt uns, dass die Werte der Agora Köln viele KölnerInnen begeistert. Nach Schätzungen der Polizei waren am Tag des guten Lebens 2013 zwischen 11 und 20 Uhr rund 80.000 BesucherInnen im autofreien Veedel unterwegs.

Leitbild Mobilität der Agora Köln
Blick über Köln Sülz bei Sonnenaufgang. Foto: Atamari, CC BY-SA 3.0

Blick über Köln Sülz bei Sonnenaufgang.
Foto: Atamari, CC BY-SA 3.0

Das folgende Leitbild zur Mobilität in Köln wurde 2013 von der Agora Köln verabschiedet und zum Tag des guten Lebens 2013 veröffentlicht. Dieses Leitbild war somit zentraler Ausgangspunkt für die Entwicklung der Inhalte des Mobililtätskonzepts.

Eine lebenswerte Stadt ist ein Ort, an dem sich Menschen gerne aufhalten. Sie sollte Platz für Kinder und Erwachsene in nachbarschaftlichem Miteinander und für urbanes Grün bieten, anstatt dem motorisierten Verkehr die Dominanz zu überlassen. So eine Stadt ermöglicht darüber hinaus eine effiziente Mobilität, an der alle teilhaben können. Hierbei werden die meisten Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt. Große und schwere Gegenstände werden, wenn möglich, mit Lastenrädern transportiert. Eine geteilte Mobilität wird durch einen gut ausge­ bauten öffentlichen Verkehr und CarSharing ermöglicht. So wird deutlich weniger motorisierter Straßenverkehr benötigt, und die Stadt wird menschenfreundlicher.

In Köln wird der öffentliche Stadtraum im Empfinden vieler Menschen durch
den (Auto­)Verkehr dominiert. Damit einher gehen erhebliche Belastungen der Bevölkerung durch Lärm, Luftverschmutzung, Flächenverbrauch im öffentlichen Raum, Stress und Unfälle. Nur in Ausnahmefällen, wie in der autofreien Siedlung in Köln­Nippes, können Kinder ungefährdet auf der Straße spielen. Wir haben in dieser Stadt mehr als 420.000 Autos, die im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag auf einem Parkplatz stehen, während es zu wenig Raum für Grün, für Kindergärten, für freie Kultur oder für Fahrradparkplätze gibt. Der Grünfraß durch Baumaßnah­ men bedroht die letzten freien grünen Flächen. Anstatt ein lebenswerter Ort zu sein, ist Köln leider immer noch vorwiegend eine autogerechte Stadt.

Gleichzeitig ist längst ein Wandel im Mobilitätverhalten und Bewusstsein der Menschen im Gange: Die Leute fahren mehr Fahrrad, der öffentliche Verkehr hat deutliche Zuwächse, viele teilen sich Autos anstatt eines zu besitzen und es die meiste Zeit nutzlos abzustellen.

Köln ist jedoch keinesfalls auf diesen Wandel von Seiten der Bevölkerung vorbe­ reitet. Dabei sprechen nicht zuletzt Aspekte wie knappe Kassen, die Gesundheit unserer BürgerInnen, Verkehrssicherheit, Ressourcenschonung und der Klima­ wandel dringend für eine Verkehrswende: Die Stadt muss sich ausdrücklich von ihrem Leitbild der Autogerechtigkeit verabschieden!

Die Agora Köln fordert deshalb:

  1. eine soziale, inklusive und nachhaltige Stadtplanung für kurze und barriere­freie Wege, die Mobilität für jeden zugänglich macht.
  2. eineReduzierungundNeuverteilungderVerkehrsflächen,dieZufußgehen und Fahrradfahren sowie urbanem Grün deutlich mehr Raum verschafft.
  3. eineFußverkehrsstrategie,diedasZufußgeheneinfacherundattraktiver macht und als eigenständige Verkehrsart anerkennt.
  4. einemarkantverbesserteInfrastrukturfüralternative,nichtmotorisierte Fortbewegungsmittel beispielsweise durch Fahrradstraßen, Radschnellwege und mehr Fahrradabstellmöglichkeiten.
  5. einenstarkausgebautenunddeutlichverbessertenöffentlichenPersonen­ nahverkehr (ÖPNV) mit einem neuen Finanzierungskonzept.
  6. eineandereMobilitätspolitikinKöln,d.h.eineVerkehrswende,diezuvielweniger motorisiertem Straßenverkehr in unserer Stadt führt und Alternativen fördert.
  7. dieKombinationderunterschiedlichenVerkehrsartendurchdenAusbauund die Vereinfachung von Schnittstellen (z. B. Fahrrad in der Bahn) zu erleichtern und die geteilte Mobilität (z. B. CarSharing, Fahrgemeinschaften) zu fördern.
Modal Split als Mess- und Zielgröße

Wir wollen, dass sich die Stadt klar zu einem Ziel bekennt, an dem die Maßnahmen und Erfolge gemessen werden können. Unserer Meinung nach bietet sich hier
die Kenngröße des Modal Split an – die Verteilung der zurückgelegten Wege nach Verkehrsmitteln. Wir fordern die Stadt auf, am Ende jeder Legislaturperiode den aktuellen Modal Split errechnen zu lassen und die Ergebnisse zu veröffentlichen.

Radverkehr / Fußverkehr bilden einen wichtigen Baustein der Intermodalität. Dieser Baustein wird gebraucht, weil sich die bereits bestehenden und die sich abzeichnenden Kapazitätsengpässe beim ÖPNV (und auch beim MIV)
nur mit einer weiteren Steigerung des Modal Split­Anteils von Rad und Fuß lösen lassen.

Modalsplit Köln Zählung (2006) bzw. Schätzung (2013) der Stadt Köln und Von der Agora Köln geforderte Zielgrößen für 2020 und 2030.

Modalsplit Köln
Zählung (2006) bzw. Schätzung (2013) der Stadt Köln und von der Agora Köln geforderte Zielgrößen für 2020 und 2030.

Die Agora Köln und deren Unterstützende beziehen sich in diesem Konzept auf den ”idealen Modal Split in Deutschland“ der Arbeitsgemeinschaft fußgänger­ und fahrradfreundlicher Städte NRW (AGFS 2012:13). Darüber hinaus bauen wir auf die im Klimaschutzkonzept für die Stadt Köln (Baustein Verkehr, Wuppertal Institut 2011: 63) genannten Verkehr­ santeile des Klimaschutzszenarios.

Wir fordern folgenden Modal Split bis zum Jahr 2020:

  • 25 % Fußverkehr

  • 20 % Fahrradverkehr

  • 23 % Öffentlicher Verkehr

  • 32 % Motorisierter Individualverkehr

sowie bis 2030 folgende Verkehrsanteile

  • 27 % Fußverkehr

  • 30 % Fahrradverkehr

  • 23 % Öffentlicher Verkehr

  • 20 % Motorisierter Individualverkehr
Positionierung zum integrierten Klimaschutzteilkonzept Verkehr
Blick über den Inneren Grüngürtel am Unicenter. Foto: Atamari, CC BY-SA 3.0

Blick über den Inneren Grüngürtel am Unicenter.
Foto: Atamari, CC BY-SA 3.0

Das Kölner Klimaschutzkonzept hat als Vorschlag lange auf sich warten lassen. Um an Fördermittel des Bundesumweltministeriums (BMUB) und der EU­Kom­ mission zu kommen, musste Köln rechtzeitig bis Mai 2014 ein integratives Klimaschutzkonzept vorweisen. Besonders notwendig war der Beschluss für das Projekt ”SmartCity Cologne“ (www.smartcity­cologne.de). Wegen dieses Projekts kam Schwung in die Angelegenheit, und so erarbeitete die Verwaltung zusammen mit betroffenen Akteuren einen Katalog mit 79 Einzelmaßnahmen. Der Rat hat
das ”Integrierte Klimaschutzkonzept Köln 2013“ zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, davon 13 Einzelmaßnahmen als integriertes Klimaschutz­ konzept Köln 2014 auszuarbeiten und dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen (Stadt Köln 2014).

Im Bereich Mobilität sind zunächst nur folgende Maßnahmen vorgesehen: der Einsatz von biogenem Erdgas, alternative Antriebe für Busse, zusätzliche Fahr­ radabstellmöglichkeiten, eine Naviki­Seite, eine Imagekampagne für das Zufuß­ gehen und die Fahrradnutzung sowie die Förderung von Lastenrädern. Diese Einzelmaßnahmen entstammen im Wesentlichen dem Gutachten des Wuppertal Instituts, das bereits im August 2011 vorlag.

Im Teilbereich Verkehr wurden ursprünglich 29 Einzelmaßnahmen vorgeschlagen. Die mit Abstand größten Einsparungen von Treibhausgasen werden mit der Förderung des Radverkehrs erreicht. Insgesamt können im Vergleich zu heute gemäß dem Klimaschutzszenario 110.300 t Treibhausgase pro Jahr eingespart werden. Davon fallen alleine 62.500 t auf die Förderung des Radverkehrs. Gemäß dem Gutachten des Wuppertal Instituts würden die Treibhausgasemissionen im direkten Wirkungsbereich der Stadtverwaltung Köln in diesem Szenario im Ver­ gleich zu 2006 um 25 % und im Vergleich zu 1990 um 28 % sinken, wenn die Luft­ und Transitverkehre nicht berücksichtigt werden. Wird jedoch insbesondere der Luftverkehr einbezogen, so steigen die Gesamtemissionen trotz der Maßnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs um 4%. Dies zeigt, dass die Bemühungen der Stadt Köln auch den Luftverkehr einschließen müssen. Hier könnte die Stadt beispielsweise Imagekampagnen für Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln starten.

Die 2014 ausgewählten Einzelmaßnahmen folgen nicht der empfohlenen Maß­ nahmen­Priorisierung des Wuppertal Instituts (Wuppertal Institut (2011): Klimaschutzkonzept für die Stadt Köln. S.72) . Demnach sollte beispielsweise sofort mit der Reduzierung von Stellplätzen von Personenkraftwagen (Pkw) und der Geschwindigkeit im Kölner Straßennetz begonnen werden. Ebenfalls wird mit der höchsten Priorität empfohlen, die Parkraumbewirtschaftung auszuweiten und Tarife anzupassen. Dies legt den Verdacht nahe, dass die Politik sich nicht an die ”Heilige Kuh“ Auto traut. Der Motorisierte Individualverkehr (MIV) wird durch die für 2014 vorgesehenen Maßnahmen nicht eingeschränkt und hat nichts zu befürchten. Wir hingegen sind deutlich mutiger als die Politik und fordern kon­ krete Maßnahmen, die die Dominanz des Autoverkehrs reduzieren.

In Veedeln denken, Peripherie, Stadtplanung

Köln hätte gute Voraussetzungen, die Kompetenzen und das Wissen der Bürge­ rinnen und Bürger bei Planungen auf Quartiersebene einzubinden. Dies ist bei­ spielsweise durch die starke Veedelskultur und die ausgeprägten ehrenamtlichen Strukturen in Köln möglich.

Die Agora Köln empfiehlt der Stadt Köln, weiterhin den Weg der integrierten strategischen Stadtentwicklungsplanung zu verfolgen. Oberbürgermeister, Ver­ waltungsvorstand und Rat der Stadt sollten den Diskussionsprozess über Werte, Leitbild, Ziele und strategische Projekte mit den Akteuren der Stadtgesellschaft weiterhin suchen und intensivieren.

Derzeit ist in Köln eine deutliche Konzentration auf die sogenannte Planung durch Projekte (projektorientierte Planung, investorengesteuerte Planung) zu beobach­ ten. Zudem lässt sich seitens der Stadtverwaltung eine Scheu vor innovativen Planungsansätzen feststellen, die aber immer notwendiger werden. Insbesondere Bürgerbeteiligungen in Planvorhaben haben den Ruf komplex, langwierig und entsprechend kostenintensiv zu sein, sodass man sie gerne auf das rechtlich notwendige reduzieren möchte. Jedoch fordert die Bürgerschaft zunehmend transparente Vorgehensweisen bei relevanten Entscheidungen, auch und insbe­ sondere im Bereich der Mobilität.

Zudem besteht für die Stadt Köln die Chance, beispielsweise bei der Planung von Mobilitätsschnittstellen, das Knowhow und Engagement der Bürgerschaft zu nutzen und Bürgerinitiativen einzubeziehen. In den Veedeln gibt es eine Vielzahl an Initiativen der Bürgerschaft und Interessensgemeinschaften. Wichtig ist
dabei eine Kommunikation in offenen und strukturierten Planungsprozessen
und die Einbindung interner (Rat, Verwaltung) und externer Akteure (Wirtschaft, Verbände, Vereine, Bürgerschaft) in verbindliche Kooperationsformen. Außerdem muss die Kommunikation zwischen den Ebenen und Akteuren sowie ressortüber­ greifenden Projekt­ und Lenkungsgruppen mit verbindlicher Zeit­ und Aufgaben­ planung koordiniert werden.

Bei Neuplanungen in Köln sollte Wert darauf gelegt werden, die Innenentwicklung zu forcieren, Baulücken zu schließen und innerstädtische Brach­ und Potenti­ alflächen zu nutzen. Wohnquartiere mit verträglicher Nutzungsdurchmischung sollten eine hohe Priorität haben, um lebenswerte Lebensräume zu schaffen und unnötige Wege und die damit verbundenen negativen Effekte zu vermeiden: Lärm, Feinstaub, Treibhausgasemissionen, Unfallgefahren sowie Platzverbrauch des ruhenden Verkehrs. Eine gemischte Nutzung bringt außerdem kürzere mit sich, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können.

Adressaten und Instrumente

Das Mobilitätskonzept der Agora Köln richtet sich im Kern an die politischen Organe und den Verwaltungsapparat der Stadt Köln. Wir fordern einen grundsätzlichen Kulturwandel in Politik und Verwaltung in Bezug auf die Mobilität in unserer Stadt und haben unsere Forderungen darauf abgestimmt.

Viele der genannten Ansätze, Maßnahmen und Empfehlungen können durch einfache Grundsatzbeschlüsse direkt in die entsprechenden Anweisungen und Verordnungen gebracht werden, um sie in den nächsten Jahren umsetzen zu können. Das vorliegende Dokument fordert meist Maßnahmen, die im kommunalen Handlungsbereich liegen und von daher federführend von der Stadt Köln und ihren Institutionen umgesetzt werden können.

Hin und wieder ist es jedoch im ersten Schritt zuerst nötig, (potenziell) beteiligte Akteure in die Planungen einzubeziehen und von den Zielen und dem Weg dort hin zu überzeugen. Dies können private Anbieter von Verkehrsleistungen wie Carsharing-Anbieter, halbstaatliche Akteure wie die Deutsche Bahn oder der Verkehrsverbund Rhein-Sieg und die Kölner Verkehrsbetriebe, aber auch die politischen Organe auf Landes- und Bundesebene sein.

Kosten und Zeitplanung

Die vorliegenden Maßnahmen und Forderung sind teilweise mit konkreten Kostenschätzungen und Umsetzungszeiträumen verbunden. Bei der Erstellung des Konzepts wurde darauf geachtet, den Fokus auf Maßnahmen zu setzen, die innerhalb der Ratsperiode 2014 bis 2019 begonnen oder umgesetzt werden können. Viele Forderungen sind Grundsatzentscheidungen, die keinen oder nur einen geringen Aufwand mit sich bringen.

II. Handlungsfelder mit konkreten Maßnahmen

Fußverkehr
Foto: Robert Dragon

Foto: Robert Dragon

Ein Fußweg ist ressourcen-, energie- und platzsparend und Gehen ist zudem gesund. Der Fußverkehr wird daher heute vor allem in Innenstädten und auf kurzen Strecken priorisiert. Er verursacht keine Kosten sondern ein volkswirtschaftliches Plus. Der Einzelhandel und die lokale Gastronomie verdienen vor allem dort gut, wo viele zu Fuß Gehende unterwegs sind.

weiter zu den Zielen und konkreten Forderungen …

Radverkehr
”Wir stören nicht den Verkehr – wir sind der Verkehr“ unter diesem Motto erobern sich die RadfahrerInnen der Critical Mass jeden letzten Freitag im Monat einen Teil der Straße zurück. Foto: Paul Hense

”Wir stören nicht den Verkehr – wir sind der Verkehr“ unter diesem Motto erobern sich die RadfahrerInnen der Critical Mass jeden letzten Freitag im Monat einen Teil der Straße zurück.
Foto: Paul Hense

Radfahren ist gesund, leise und klimaverträglich. Jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad anstatt mit dem Pkw zurück­gelegt wird, bringt Gesundheitsvorteile, spart Treibhausgase und bedeutet damit einen aktiven Schutz unseres Klimas.

In diesem Handlungsfeld steht der Radverkehr im Vordergrund. Mehr und mehr Radfahrende bevölkern die Straßen und Radwege in unserer Stadt.
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Öffentlicher Verkehr
Der ÖPNV hat großes Potential ist in der Innenstadt aber am Rande der Leistungsfähigkeit. KVB-Haltestelle Neumarkt. Foto: Robert Dragon

Der ÖPNV hat großes Potential ist in der Innenstadt aber am Rande der Leistungsfähigkeit. KVB-Haltestelle Neumarkt.
Foto: Robert Dragon

Ein effizienter und qualitativ hochwertiger Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Schienenpersonennahverkehr (SPNV) stellt die Basis für eine funktionierende Mobilität insbesondere in größeren Städten bzw. Stadtregionen dar und ist somit auch von großer Bedeutung für die Stadt Köln.

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Auto und Carsharing
Geparkte Autos verbrauchen ein hohes Gut: den Platz im öffentlichen Raum. Besonders beim „Gehweg­parken“ behindern und gefährden sie zudem andere Verkehrs­teilnehmer. Merheimer Straße, Köln-Nippes Foto: Gregor Theis

Geparkte Autos verbrauchen ein hohes Gut: den Platz im öffentlichen Raum. Besonders beim „Gehweg­parken“ behindern und gefährden sie zudem andere Verkehrs­teilnehmer.
Merheimer Straße, Köln-Nippes
Foto: Gregor Theis

Die über 400.000 in Köln gemeldeten Autos haben einen enormen Platzbedarf. Dabei stehen die „Stehzeuge“ durchschnittlich 23 Stunden täglich ungenutzt herum. Außerdem verursacht der motorisierte Individualverkehr (MIV) Lärm, Schadstoffe und schwerwiegende Unfälle.

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Gesundheits- und Klimaschutz
Die Grünanlagen sind wichtige Orte für Sport, Freizeit und Erholung – gleichzeitig sind sie als „grünen Lungen“ für das Stadtklima unersetzlich. Innerer Grüngürtel an der Aachener Straße Foto: Daniel Ullrich

Die Grünanlagen sind wichtige Orte für Sport, Freizeit und Erholung – gleichzeitig sind sie als „grünen Lungen“ für das Stadtklima unersetzlich.
Innerer Grüngürtel an der Aachener Straße
Foto: Daniel Ullrich

Im Bereich Mobilität sind große Effekte für den Gesundheits- und Klimaschutz der Bürgerschaft zu erzielen und vielfach auch juristisch einforderbar. Hauptthemen sind dabei Lärm- und Luftschadstoffbelastungen als Folgen des Verkehrs sowie Klimaschutz und Nahmobilität im Sinne einer muskelbewegungsaktivierenden Stadt.
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Verknüpfung von Verkehrsmitteln
Leider sind die Fahrradabstell­flächen an Bahnhöfen und Straßen­bahn­stationen meist deutlich zu klein, ungeschützt und ungepflegt. Bahnhof West, Neustadt-Nord Foto: Gregor Theis

Leider sind die Fahrradabstell­flächen an Bahnhöfen und Straßen­bahn­stationen meist deutlich zu klein, ungeschützt und ungepflegt.
Bahnhof West, Neustadt-Nord
Foto: Gregor Theis

Für eine umwelt- und menschengerechte Mobilität im urbanen Raum und der Region ist eine möglichst gute Verknüpfbarkeit von Verkehrsmitteln essentiell. Grundvoraussetzung für die Verknüpfung von Verkehrsmitteln ist die Bereitschaft zur Multi­modalität: Die Wahl der Verkehrsmittel wird je nach Vorhaben und Situation getroffen und ist nicht im Vorhinein festgelegt.
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Mobilitätsmanagement
Ein Blick aus dem Stadthaus auf den Kölner Berufs­verkehr. Deutz-Mülheimer-Straße, Deutz Foto: Daniel Ullrich

Ein Blick aus dem Stadthaus auf den Kölner Berufs­verkehr.
Deutz-Mülheimer-Straße, Deutz
Foto: Daniel Ullrich

Mobilitätsmanagement ist ein effizienter Hebel bei der Veränderung von Mobilität und kann mit wenig Aufwand sehr erfolg­reich sein, weil es die Nachfrage nach bestimmten Verkehrsleistungen beeinflusst. Durch Information, Beratung und bessere Koordination werden die Verkehrsteilnehmer zur Veränderung ihrer Mobilität motiviert.
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Logistik und Warenverkehr
Für gelegentliche Transporte können Lastenräder z. T. kosten­los ausgeliehen werden, eine Übersicht befindet sich z. B. auf www.kasimir-lastenrad.de und www.velogistics.net

Für gelegentliche Transporte können Lastenräder z. T. kosten­los ausgeliehen werden, eine Übersicht befindet sich z. B. auf www.kasimir-lastenrad.de und www.velogistics.net

Köln ist ein dicht besiedelter Ballungsraum und wird von hohem Verkehrsaufkommen samt Güterverkehr geprägt. Für den Warentransport ist ein starkes Wachstum prognostiziert, weshalb effiziente Produktions- und Transportketten wichtiger werden.
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III. Anhang

Organisationen aus denen die Teilnehmenden der Mobilitätsgipfel stammen
  • ADFC Köln
  • ADFC Rhein-Erft
  • amperio naturenergie
  • bagage bikes
  • Bravehearts
  • Bund
  • cambio CarSharing
  • Colabor
  • difu
  • Deutz Familienfreundlich
  • Ecolibro
  • Ehrenfelder Radschlag
  • Fachberaterung für Breitensportentwicklung
  • Gartenwerkstadt Ehrenfeld
  • Geographisches Institut, Universität zu Köln
  • idealer
  • IG Braunsfelder Bürger
  • Institut für Stadtplanung und Städtebau, Duisburg-Essen
  • Katalyse e.V., DKK
  • Köln Agenda
  • Kölner Sternfahrt
  • KVB
  • Nachbarn 60
  • Nimo e.V.
  • perpedalo Köln-Rikscha
  • Radfahren in Köln
  • Radfahrschule für Erwachsene Prinz
  • Radlager
  • REWK
  • Rupprecht Consult
  • Sneep Köln
  • Umweltforum SPD
  • VCD Köln
  • wielebenwir e.V.
  • Wuppertal Institut
Abkürzungen

AGFS

Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW

DB

Deutsche Bahn

Kfz

Kraftfahrzeug

KVB

Kölner Verkehrsbetriebe

MIV

Motorisierte Individualverkehr (Auto)

NO2

Stickstoffdioxid

P+R

Park und Ride (Mit dem Auto zum Bahnhof fahren und dann mit Bahn oder Bus weiter)

PM2.5

Ultrafeiner Feinstaub (Teilchengröße <2,5 μm)

PM10

Feinstaub (Teilchengröße <10 μm)

ÖPNV

Öffentlicherpersonennahverkehr (Busse, Bahnen und U-Bahnen)

SPNV

Schienenpersonennahverkehr (S-Bahn, Regionalbahnen)

SUMP

Umweltverbund

Die Gruppe der „umweltverträglichen“ Verkehrsmittel: nicht motorisierte Verkehrsträger (u.a. Fußgänger undFahrräder), öffentliche Verkehrsmittel (Bahn, Bus und Taxis), sowie Carsharing und Mitfahrzentralen.

VRS

Verkehrsverbund Rhein-Sieg

THG

Treibhausgasemissionen

ÖV

Öffentliche Verkehrsmittel

BMUB

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Quellen / Literatur

AGFS (2012) – Arbeitsgemeinschaft fußgänger­ und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e. V. (Hg.): Nahmobilität 2.0
http://www.agfs­nrw.de/fachthemen/nahmobilitaet­20.html

APCOA Parking (2013): APCOA Studie 2013
http://www.apcoa.de/nachrichten/extra­news/parking­studie.html

Appel, Martin (2013): London: 1 Millarde £ für 10­jahresplan Radverkehr. Im WordPress Blog vom 10.03.2013.

http://mucradblog.wordpress.com/2013/03/10/london­1­milliarde­fur­10­jahresplan­radverkehr

Bauordnung für das Land Nordrhein­Westfalen – Landesbauordnung – (BauO NRW) http://www.lexsoft.de/normensammlung/166765,52

Berliner Zeitung (2014): Erste grüne Welle für Radler in Berlin, 01.04.2014. http://www.berliner­zeitung.de/verkehr/ ampel­fuer­fahrradfahrer­erste­gruene­welle­fuer­radler­in­berlin,10809298,26724426.html

BMUB (2013): Merkblatt für Investive Klimaschutzmaßnahmen. http://kommunen.klimaschutz.de/fileadmin/difu_upload/pdf/KRL/MB_Investive_Massnahmen.pdf

BZ – Berlin (2014): Ampelschaltung. Grüne Welle für Radler behindert den Verkehr, 03.04.2014.
http://www.bz­berlin.de/thema/schupelius/gruene­welle­fuer­radler­behindert­den­verkehr­article1824191.html

Cambio (2012): Jedes cambioAuto ersetzt elf Privat­Pkw. 23.11.2012. https://www.cambio­CarSharing.de/cms/CarSharing/de/1/cms_f2_256/ cms?cms_knuuid=6e4f674a­ad11­4163­ab25­f690b80625aa

Deutscher Bundestag (2004) (15. Wahlperiode): Unterrichtung durch die Bundes­ regierung – Städtebaulicher Bericht der Bundesregierung 2004 – Nachhaltige Stadtentwicklung – ein Gemeinschaftswerk, Drucksache 15/4610. Berlin

EFA (2002): Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen. Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen (Hg.). Köln

EPOMM – European Platform on Mobility Management (o. J.): Mobilitätsmanagement: eine Definition.
http://www.epomm.eu/docs/mmtools/MMDefinition/MMDefinition_DE.pdf

FahrRadio (2014): Die Fahrrad Talkshow Podcast Nr. 46 – Interview: Ausgezeichneter Radweg mit Manfred Scholz, 13.05.2014.

Podcast Nr. 46 – Interview: Ausgezeichneter Radweg mit Manfred Scholz

FGSV – Forschungsgesellschaft für Straßen­ und Verkehrswesen (1995): Arbeitsgruppe Verkehrsplanung, Arbeitspapier Nr. 38: Mobilitätsmanagement – ein neuer Ansatz zur umweltschonenden Bewältigung der Verkehrsprobleme, Köln.

FGSV – Forschungsgesellschaft für Straßen­ und Verkehrswesen (2006): RASt – Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen [FGSV­Nr. 200] http://www.fgsv­verlag.de/catalog/product_info.php?products_id=2325

Gotz­Richter, Michael (2013): Der Verkehr, die Stadt und die ”mobil.punkte“ – wie CarSharing das Klima schützt.
In: Klimaschutz und Mobilität. Beispiele aus der kommunalen Praxis und Forschung. Service­ und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (Hrsg.). http://www.difu.de/publikationen/2013/klimaschutz­mobilitaet.html

KstA – Kölner Stadt­Anzeiger (2014): Von der Mutprobe zum Kult: New York
im Fahrradfieber.
http://www.ksta.de/panorama/ von­der­mutprobe­zum­kult­­new­york­im­fahrradfieber,15189504,26672568.html (27.03.2014)

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein­Westfalen (LANUV) (2013): Abschlussbericht 50 des LANUV Klimawandelgerechte Metropole Köln 2013 http://www.lanuv.nrw.de/veroeffentlichungen/fachberichte/fabe50/fabe50.pdf

Landesbauordnung Baden – Württemberg (LBO) (2015): Landesbauordnung Baden – Württemberg (LBO) in der ab dem 1. März 2015 gültigen Fassung.
http://mvi.baden­wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/mmvi/intern/dateien/PDF/LBO_150301_.pdf

Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW (MBWSV) (2013): Hinweise zur wegweisenden Beschilderung des Radverkehrs (HBR) NRW. http://www.radverkehrsnetz.nrw.de/RVN_hbr01.html

Monheim, Heiner, und Rita Monheim­Dandorfer (1990): Straßen für alle: Analysen und Konzepte zum Stadtverkehr der Zukunft. Hamburg: Rasch und Röhring

Randelhoff, Martin (2013): Die größte Ineffizienz des privaten Pkw­Besitzes: Das Parken. Vom 23.02.2013 im Blog: Zukunft Mobilität.
http://www.zukunft­mobilitaet.net/13615/strassenverkehr/ parkraum­abloesebetrag­parkgebuehr­23­stunden/

Rent Café – Blog (2014): Smile, you’re on MUNI’s parking ticket camera! http://www.rentcafe.com/blog/cities/san­francisco­ca/smile­youre­on­munis­parking­ticket­camera/

Stadt Hamburg (o. J.): Let’s LOOP!
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Stadt Köln (2014): Klimaschutzmaßnahmenprogramm Köln 2014. http://www.stadt­koeln.de/leben­in­koeln/umwelt­tiere/klima/klimaschutzmassnahmenprogramm­koeln­2014
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Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik (2014) http://www.stadt­koeln.de/service/adressen/statistik­und­informationsmanagement

Stadt Wien (2003): Masterplan Verkehr Wien 2003. https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/strategien/mpv/

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Thiemann­ Linden, Jörg (2013): Zu Fuß gehen – weit mehr als nur ein Verkehrs­ thema. In: Klimaschutz und Mobilität. Beispiele aus der kommunalen Praxis und Forschung. Service­ und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (Hg.). http://www.difu.de/publikationen/2013/klimaschutz­mobilitaet.html

Umweltbundesamt (UBA) (2008): Handbuch Umgebungslärm, Aktionsplanung und Öffentlichkeitsarbeit – Silent City. http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3685.pdf

Umweltbundesamt (UBA) (2010): Lärm und Gesundheit UBA Texte 13/2010, Lärmwirkungen – Dosis­Wirkungsrelationen. http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/461/publikationen/3917_0.pdf

Umweltbundesamt (UBA) (2013): Schwerpunkte 2013. http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4405.pdf

Volkery, Carsten (2013): Radfahren in London: Zerquetscht vom Doppeldecker. In: Spiegel Online vom 22.11.2013.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/verkehrsunfaelle­mit­radfahrern­sechs­tote­radler­in­london­a­934520.html

VRS – Verkehrsverbund Rhein­Sieg (2015):
Lehrgang Kommunales Mobilitätsmanagement. https://www.vrsinfo.de/service/mobilitaetsmanagement/veranstaltungen­und­qualifizierungen/lehrgang­2015­kommunales­mobilitaetsmanagement­nrw.html

Wuppertal Institut (2011): Klimaschutzkonzept für die Stadt Köln. Teilbereich Verkehr – Endbericht. Wuppertal
Online unter: http://www.stadt­koeln.de/mediaasset/content/pdf57/endbericht_klimaschutzkonzept_k__ln_teilbereich_verkehr.pdf

 

Weiterführende Literatur und Links

  • Institut für Stadtplanung und Städtebau (Universität Duisburg­ Essen) und BJP | Bläser Jansen Partner GbR, 2014
  • CityCycling,John Pucher,Ralph Buehler
  • Grundlagen der Siedlungsplanung, Hermann Knoflacher
  • Strategische Radverkehrsplanung, Dr. Ralf Kaulen
  • Fahrradförderung mit System, Heiner Monheim (Hrsg.)
  • Recht für Radfahrer, Dr. Dietmar Kettler
  • Planungshandbuch Radverkehr, Dr. Michael Meschik
  • http://www.cycling­embassy.dk
  • http://www.nationaler­radverkehrsplan.de
  • http://www.fahrradakademie.de/archiv
  • http://www.fahrradakademie.de/archiv/2013­2014/ literaturliste­seminarreihe­3.pdf
  • http://www.difu.de/sites/difu.de/files/archiv/ veranstaltungen/2014­06­25­exkursion­antwerpen.programm.pdf
  • http://udv.de/de/mensch/radfahrer
  • http://udv.de/de/strasse/stadtstrassen/mensch/radfahrer/ zwischenbilanz­aus­muenster
  • …noch mehr Ideen??? !!! bitte kommentieren!
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