Das Gute Leben in den Veedeln

Nachhaltigkeits-Transformation in Stadtquartieren in Köln

Foto: Agora Köln / MenschJulian 201

In der Straße ein Lastenrad teilen.
Gemeinsam einen (Apfel-)Baum pflanzen.
Die Beete in der Straße pflegen.
Frau Müller zum Arzt begleiten.
Den anliegenden Park aufräumen.
Sich bei der Politik für eine Spielstraße einsetzen.

Die Stadt wird gut, wenn wir alle anpacken.

Das Gute: Wir müssen das nicht alleine machen. Wir können und sollten es gemeinsam tun. Mit unseren Nachbar:innen, mit Vereinen und Initiativen, die zu dem Thema arbeiten und ja – vielleicht sogar mit der Stadtverwaltung und Politik zusammen.

Wir möchten Kölner Nachbarschaftsgruppen, Vereine und Initiativen aufbauen, stärken und stadtweit vernetzen. Gemeinsam mit Euch möchten wir uns für „Das Gute Leben in den Veedeln“ einsetzen.

Und wie so oft gefordert:
Nicht nur an einem Tag (des guten Lebens) – sondern immer.
Nicht nur in einem Veedel – sondern überall.
Lasst uns gemeinsam das Gute Leben in die Veedeln bringen, es fördern, leben und genießen.

Hintergründe zum Projekt

Worum geht’s?

Die globale Entwicklung hin zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Entwicklung braucht die Transformation vor Ort. Mit diesem Projekt möchten wir den Raum Stadt neu denken und streben eine urbane Transformation an: 

eine klimafreundliche, menschengerechte, solidarische Stadtentwicklung,

die von Kölner Bürgerinnen und Bürgern gemeinschaftlich gestaltet wird.

Wir sind der festen Überzeugung, dass Verhaltensänderungen und ein tiefer, sozio-kultureller Wandel eine zentrale Rolle für die Erreichung von Nachhaltigkeits-Zielen spielen.

Unsere Ziele: Gemeinsam mehr vor Ort erreichen!

  1. Wir wollen Nachbarschafts-Netzwerke stärken und stadtweit verknüpfen.  
  2. Wir organisieren Veranstaltungen für Austausch über die Stadtviertel, nachbarschaftliches Miteinander und Engagement für Themen wie Ernährung, Mobilität und Klimawende.
  3. Wir möchten Impulse setzen durch Aktion: nachbarschaftlich getragene Aktionen im öffentlichen Raum sollen urbane Transformation sichtbar machen.
  4. Wir erproben neue Formate der Bürger:innenbeteiligung in der Stadtentwicklung und wollen diese in politischen Prozessen verankern.
  5. Wir setzen uns für Veedelsblöcke ein: Neuverteilung von Stadtflächen für mehr Radwege und autofreie Zonen.
  6. Wir tragen die Erfahrung vom Guten Leben in den Veedeln und anderen Nachbarschafts- und Transformationsaktionen in neue Städte in NRW.

Stadtweite Vernetzung und Austausch

Die Stärke von lokalen, nachbarschaftlichen Strukturen spielt für uns eine zentrale Rolle, denn durch den Austausch vor Ort und das Vertrauen in die Gemeinschaft werden sie ein direktes Element eines Guten Lebens. Die Initiative von unten und die Chance für alle Bürgerinnen und Bürger einer Stadt ist ebenfalls ein zentrales Element des guten Lebens und Leitbild einer dezentralen Stadtentwicklung. Und weiterhin steigt bei einer guten Nachbarschaft, bei der Nachbarinnen und Nachbarn sich kennen und vertrauen, die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich solidarisch für eine Transformation im Sinne der Nachhaltigkeit einsetzen, entsprechende Initiativen unterstützen und der Wandel hin zu einer sozial-ökologischen Transformation langfristig verankert wird.

Starke Nachbarschaftsnetzwerke

In Städten, in denen ein wachsender Teil der Weltbevölkerung lebt, heißt das ganz konkret: Die Unterstützung und das Engagement der Anwohnerinnen und Anwohner in den Straßen und in den Stadtquartieren, sowie das Miteinander vor Ort entscheiden darüber, welche sozialen Praktiken sich verbreiten und welche nicht – von Tauschringen über Radfahren bis hin zur veganen oder regionalen Ernährung. Es beeinflusst auch, welche politischen Entscheidungen, welche Änderungen an Infrastruktur, öffentlichem Raum, urbanem Grün etc. akzeptiert werden und damit politisch durchsetzbar sind, und welche auf Widerstand stoßen. Zudem bieten starke nachbarschaftliche Strukturen ein Widerstandspotential gegen nicht-nachhaltige Entwicklungen wie der Umwandlung und Überbauung von Grünflächen.

Mit dem Tag des guten Lebens hat die Agora Köln als städtisches Bündnis für eine urbane Nachhaltigkeits-Transformation bereits erfolgreich nachbarschaftliche Verbindungen geknüpft und über das gemeinsame Schaffen und Erleben neue Perspektiven auf den öffentlichen Raum und die Gemeinschaft vor Ort ermöglicht. Die Orientierung am Leitbild des “Guten Lebens” hat dabei Nachhaltigkeits-Werte tief in der Nachbarschaftsstruktur verankert – die Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft, die Berücksichtigung ökologischer Grenzen, die Perspektive auf zukünftige Generationen. Am sichtbarsten wurden die Wirkungen dort, wo Straßen im Nachlauf zum Tag des guten Lebens umgestaltet wurden, teilweise gibt es aktive Bürgerbündnisse, die Ähnliches oder Weitergehendes fordern.

Bestehendes Potential nutzen, Neues entfalten

Der Tag des guten Lebens soll nach wie vor durch die Veedel wechseln. Gleichzeitig gibt es ein wachsendes Potential für ein neues, nachbarschaftlich geprägtes politisches Engagement, auch und insbesondere in Stadtvierteln, in denen der Tag des guten Lebens gar nicht oder bereits vor einiger Zeit durchgeführt wurde. Dieses Potential liegt dabei zum einen sowohl im Aufbau, Verstetigung und Erhalt als auch in der “politischen Aktivierung” nachbarschaftlicher Strukturen und Netzwerke, zum anderen in der Zusammenarbeit sowohl mit „eingesessenen“ Akteur:innen der Quartiersarbeit, wie den Bürgerhäusern oder Quartiersmanagern, als auch neuen, teils digital vermittelten Formen nachbarschaftlichen Engagements. Dieses Potential wollen wir hervorheben. Es baut auf den Erfahrungen und Netzwerken des Tag des guten Lebens auf und soll diese in allen Veedeln der Stadt und darüber hinaus wirksam werden lassen.

Aktuelles aus dem Projekt

Was bisher geschah

Das Projekt befindet sich aktuell in den Startlöchern – ein wunderbares Team ist gefunden und die Motivation, das gute Leben in den Veedeln zu fördern ist riesig! Es gibt viele Optionen, wie du mitmachen kannst: Bringe deine Ideen ein, komme zu den geplanten BarCamps und gestalte die geplanten Aktionen im öffentlichen Raum!

Der Werkzeugkoffer

Im „Werkzeugkoffer“ findet ihr eine wachsende Sammlung an Aktionsvorschlägen samt ganz konkreten Schritt-für-Schritt Anleitungen. Und weil es ein „Wiki“ ist, könnt ihr eure Ideen und Erfahrungen direkt einbringen. Ihr findet eine Einführung in den Werkzeugkoffer – oder direkt zum Werkzeugkoffer-Wiki.

Veranstaltungen

BarCamp Nr. 1

Beim BarCamp Nr. 1 „Nachbarschaft macht Zukunft“ (online) am 29.05.2021 haben wir Anwohner*innen und Menschen aus Initiativen und Vereinen zusammen gebracht, um gemeinsam nach Wegen für mehr Nachbarschaft und Nachhaltigkeit in Köln zu suchen.

Allgemeines:

Kontakte

Projektleitung / Presse: Martin Herrndorf, martin.herrndorf@agorakoeln.de

Netzwerk- und Nachbarschaftskoordinatorin: Gabi Linde, gabi.linde@agorakoeln.de

Podcast: Charlotte Grieser, Leitung Podcast, charlotte.grieser@posteo.de

Presse / Social Media / Kommunikation: Charlotte Eggert, Online-Kommunikation, redaktion@agorakoeln.de

Finanzen: Nora Chouchane, nora.chouchane@agorakoeln.de


Gutes Leben in vergangenen Agora-Aktionen

In der Bildergalerie seht ihr einige Beispiele, wie Aktionen für mehr gutes Leben in den Veedeln aussehen können – klickt euch durch die Bilder und erfahrt mehr!

Wenn der Bahnhofsvorplatz zum Vorgarten wird – Es grünt und blüht in Mülheim, denn seit 2020 stehen dort gelbe Möbel mit Sitzgelegenheiten und Blumebeeten. Foto: M. Herrndorf 2020
Barfußpfad in der Dreikönigenstraße 23 vor dem Bürgerhaus Stollwerk. Barfüßeln in Köln – mitten in der Stadt! Foto: G. Linde 2020
Der Tag des Guten Lebens 2019 entsteht – partizipativ, kreativ, gemeinsam! Foto: Agora Köln 2019

Förderung

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE) sowie des Umweltamtes der Stadt Köln.

Veedelspartner & Projektpartner

Wir freuen uns über die Unterstützung von (more to come!)

Für die Umsetzung des Projekts freuen wir uns über Unterstützung, Kooperationen, Ehrenamtliches Engagement und Spenden.