Agora-Abend: Neues Thema gesucht

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Am 26. Januar 2017 fand der erste Agora-Abend im neuen Jahr statt. Mit dabei waren 15 Interessierte und machten sich vor allem Gedanken über ein neues Thema für die Agora Köln. Zu dem Thema soll, wie im Falle der Mobilität, ein neues Konzeptpapier erstellt werden. Es wird Zeit für unsere Bewegung einen neuen thematischen Schwerpunkt zu setzen.

Nach der Vorstellungsrunde und der Einführung in die Fragestellungen teilen wir uns in Kleingruppen auf. Es ging um die Themen Wohnen, die Essbare Stadt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch mit der Planung einer Veranstaltung mit Alberto Acosta begannen wir. Alberto kommt wahrscheinlich Ende April nach Köln und wird uns über “ Buen Vivir – das Recht auf ein gutes Leben“ berichten und dazu wird es lateinamerikanische Musik geben.

Das Thema Wohnen ist komplex, brennt aber vielen unter den Nägeln. Auch wenn wir nicht in alle Tiefen der Thematik einsteigen können, wäre es für uns möglich Forderungen an die Stadt Köln zu stellen und Alternativen zum bevorstehenden Bauboom aufzuzeigen. Daniel Fuhrhop möchte mit seiner Streitschrift beispielsweise das Bauen verbieten. In Köln könnte zunächst einmal der Leerstand erfasst werden, es könnte vielfältige Formen des Zusammenwohnens geben und es sollte mehr saniert werden.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt geht uns alle an! Wie schaffen wir es, dass unsere Gesellschaft nicht auseinander fliegt und Reiche mit Armen, Flüchtlinge mit Alteingesessenen, Hetero- und Homosexuelle, Jung und Alt im Gespräch bleiben und sich respektieren? In Köln funktioniert dies zur Zeit, vor allem im Karneval, recht gut, doch wird der Zusammenhalt auch in der Zukunft funktionieren? Was macht den Zusammenhalt unserer Gesellschaft aus und durch welche Maßnahmen könnte dieser verbessert werden?

Die Essbare Stadt ist der Traum vieler Menschen und des entsprechenden Ausschusses des Ernährungsrats. Schön wäre es durch einen Park zu schlendern und selbst Gemüse, Beeren und Obst ernten zu können. In Andernach ist dies bereits der Fall, doch Köln sträubt sich bisher vor dieser Idee. Die Essbare Stadt umfasst aber noch viel mehr: Es geht beispielsweise um Gemeinschafts-, Schreber- und Schulgärten, das Begrünen von Dächern und die solidarische Landwirtschaft. Letztere könnte eine Chance für kleinere Landwirte sein sich wirtschaftlich über Wasser zu halten. Wir könnten beispielsweise fordern Ackerflächen zu bewahren oder Patenschaften für private Gärten ins Leben rufen.
An allen drei Themen werden Kleingruppen in den nächsten Wochen weiterarbeiten. Zudem werden die Zwischenergebnisse auf dem Agora-Abend am 21. Februar 2017 im Allerweltshaus vorgestellt.

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Die Themen werden letztlich auf dem Netzwerktreffen der Agora Köln am 12. März 2017 vorgestellt. Auch wenn nur ein Thema für die Erstellung eines Konzepts ausgewählt werden kann, so stehen weitere Themen für andere Formate wie Bürgerwerkstätte oder Factsheets zur Verfügung.

Die Diskussionen am Agora-Abend waren also erst der Anfang einer längeren Auseinandersetzung. Wer sich beteiligen möchte kann sich gerne bei uns melden (info@agorakoeln.de)!

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