Deutz, Gutes Leben
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Tägchen für ein l(i)ebenswertes Deutz 2019

Wir, einige Deutzerinnen, die sich aus dem informellen Deutzer Netzwerk „Deutz-Dialog“ kennen, teils auch aus der Zusammenarbeit im Organisationsteam für den „Tag des Guten Lebens“ 2017 in Deutz, wünschten uns die Wiederholung eines solchen Tages. Wir waren uns schnell einig, dass es machbar sei, da einige von uns über die Organisationserfahrungen verfügten, die sie bei der Planung des Tages des guten Lebens 2017 sammeln konnten. Und außerdem hatten Deutzerinnen, die schon zum Tag des Guten Lebens mit Aktionen beigetragen hatten, ebenfalls den Wunsch geäußert, sich wieder mit Aktionen beteiligen zu wollen. Auch die Agora sagte uns Unterstützung zu. So hofften wir, dass unsere Idee auf genügend Resonanz stoßen würde.

Planung & Veedelstreffen

Im Dezember trafen wir uns zum ersten Mal, um unser weiteres Vorgehen zu planen. Um die Kosten für Straßensperrungen zu vermeiden, wollten wir uns darauf beschränken, alle Aktionen auf den vielen Deutzer Plätzen stattfinden zu lassen, die autofrei sind. Und weil es keine gesperrten Straßen geben würde, nannten wir das verkleinerte Projekt deshalb „Tägchen“.
Bei einem Organisationstreffen im Dezember planten wir ein Veedelstreffen für den 26.1.2019 im Bürgerzentrum Deutz, das uns, wie immer, tatkräftig unterstützte (Raum, Beamer, Kaffeemaschine). Zu diesem Treffen luden wir alle Deutzer*innen ein, indem wir an viele Hauseingänge und in einige Schaufenster Einladungsflyer hängten und das Veedelstreffen auch über die Nachbarschaftsplattform www.nebenan.de bekannt machten. Zu dem Veedelstreffen, das von 14 – 17 Uhr dauerte, kamen etwa 40-50 Interessierte. Wir sammelten auf Moderationskarten die Aktionsideen zur weiteren Verwertung. Am Ende des Treffens teilten wir den Link auf ein Formular auf der Deutz Dialog Plattform mit, auf dem man bis zum 6.6.2019 seine Aktionsidee würde eintragen und kurz
beschreiben können. Wir würden dann schauen, wie wir die verschiedenen Aktionsvorschläge so koordinieren könnten, dass ein Gesamtkonzept daraus entsteht, das wir auf einem zweiten Veedelstreff vorstellen wollten.

Aktionen und Sonnenstunden

Dieses zweite Veedelstreffen fand am 11. Mai statt. Auf diesem Treffen wollten wir auch den endgültigen Termin, den 23.6., für das Tägchen bekanntgeben, auf den wir uns festgelegt hatten, um verschiedenen Konkurrenzveranstaltungen in Deutz aus dem Wege zu gehen. Zur zeitlichen Organisation des Tägchens war unterdessen die Idee herangereift, jedem Platz ein Zeitfenster zuzuweisen, in dem die Hauptaktionen dort stattfinden sollten. Weil wir uns annäherungsweise am Verlauf der Sonne orientierten, nannten wir dieses Zeitfenster die
„Sonnenstunde“. So sollte es möglich sein, den Sonnenstunden folgend die verschiedenen Plätze kennenzulernen und die Aktionen mitzuerleben, oder aber an einem Platz zu verweilen, wenn dort gerade etwas geschah, was einen besonders interessierte.
Resultat des zweiten Veedelstreffens und der zwischenzeitlich auf dem Internetformular angemeldeten Aktionen war ein Zeitplan mit 32 Aktionen, verteilt auf acht Plätze und einige wenige Adressen vor Häusern, beginnend mit einem gemeinsamen Frühstück auf der Wiese, ausklingend mit einer Abendsuppe von 19 – 21 Uhr am Schaurteplatz.

Das Spektrum der Aktionen ging von Spiel-, Salsatanz und Tai chi- Angeboten über Live-Musik und Pflanz- und Insektenbauaktionen bis zur Wiedererinnerung an unser Grundgesetz mit Hilfe eines mit Grundgesetzausgaben gepackten Bollerwagens („Demokratiewagen“ in Anspielung an Brandts „mehr Demokratie wagen“, die Grundgesetze wurden an Interessierte verteilt) und Siebdruckworkshop auf Stofftaschen und T-Shirts mit demokratischen Werten aus dem Grundgesetz.

Das Tägchen fand bei bestem Sonnenscheinwetter und sommerlichen Temperaturen statt. Trotz der Konkurrenz durch Freibäder und einen autofreien Tag auf der Nord-Süd-Fahrt fanden sich nach schleppendem Beginn auf dem von-Sandt-Platz bei den folgenden Sonnenstunden doch viele ein, die bei den Aktionen mitmachten oder den Darbietungen lauschten.
Zum Ausklang bei der Abendsuppe kamen etwa dreißig Aktivistinnen und Besucherinnen, so dass es genügend Gelegenheit für Gespräche und Feedback gab.

Die Kosten

Was uns eine Zeit lang Sorgen bereitete, war die Frage, wie wir unsere Unkosten decken könnten:
Kosten für Flyer, Getränke auf den Veedelstreffen, Sondernutzungsgebühr des Ordnungsamtes (145 Euro), Veranstalterhaftpflichtversicherung (165 Euro). Wir zogen verschiedene mögliche Sponsoren und öffentliche Gelder in Betracht, verließen uns aber letztlich auf einen Spendenaufruf über den Deutz-Dialog-Newsletter und über www.nebenan.de mit der Bitte, eine Spende an www.paypalme/deutzdialog zu überweisen. Die Spenden erbrachten ein Plus von 70 Euro, so dass unsere Kosten voll gedeckt wurden und wir bereits über Geld für die Vorbereitung des Tägchens 2020 verfügen können.

Mehr Impressionen gibt´s hier

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