Essbare Stadt & Ebertplatz? Bericht vom Netzwerktreffen

Nach intensiven Diskussionen stand es fest: Das Themenfeld rund um „Essbare Stadt / Urbanes Grün“ hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Netzwerktreffen der Agora überzeugt und soll das nächste Schwerpunkt-Thema der Agora, nach Mobilität, werden. Zudem wollen wir den Ebertplatz als Location für einen neuen Tag des guten Lebens in 2018 erkunden. Hier ein Bericht vom Treffen.

Am 12. März 2017 fand an einem sonnigen und frühlingshaften Nachmittag ein Netzwerktreffen der Agora Köln in der Alten Feuerwache statt. Etwa 25 MitgliederInnen der Initiative hatten sich trotz des attraktiven Wetters im Großen Forum eingefunden. Das Treffen diente vor allem der Findung eines neuen Schwerpunktthemas der Agora Köln. Am Ende diskutierten wir ebenfalls über ein neues Gebiet für den Tag des guten Lebens 2018.

Zunächst gab es eine Vorstellungsrunde der Anwesenden. Dabei wurde deutlich wie facettenreich mittlerweile die Agora Köln ist. Wir arbeiten nicht nur am Tag des guten Lebens sondern sind auch politisch-inhaltlich aktiv. Beispielsweise organisieren wir Bürgerwerkstätten und gestalten Factsheets zur Luftreinhaltung und zum Parken. Außerdem sind wir in Ehrenfeld und Sülz aktiv und bringen dort die Leuchtturmprojekte „Ehrenfelder Freiheit“ und den „Sternplatz“ voran.

Netzwerktreffen Frühjahr 2017 - Gruppenphoto in der Alten Feuerwache

Netzwerktreffen Frühjahr 2017 – Gruppenphoto in der Alten Feuerwache

Das neue Schwerpunkt-Thema

Im zweiten und längsten Teil des Treffens ging es um ein neues Schwerpunktthema für die Agora Köln. Teilnehmende präsentierten die vier Themen „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“, „Öffentlicher Raum“, „Essbare Stadt“ und „Wohnen“ und wir tauschten uns anschließend an Thementischen aus. Nachdem wir das erste Gruppenfoto eines Netzwerktreffens erstellt hatten, ging es zur Abstimmung, wo sich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen dem „Gesellschaftlichen Zusammenhalt“ und der „Essbaren Stadt“ ergab.

Das Thema „Essbare Stadt“ umfasste dabei Themen in Bezug auf unsere Ernährung. Es geht nicht nur um den öffentlichen Anbau von Nutzpflanzen in Parks sondern auch um Gemeinschaftsgärten, private Gärten, Schulgärten, die Stadtentwicklung (Dach- und Fassadenbegrünung), Umweltbildung, ökonomische Aspekte wie die solidarische Landwirtschaft und Vermarktungsmöglichkeiten von Landwirten und um die urbane Landwirtschaft.

In Bezug auf den „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ möchten wir die zunehmende Spaltung der Gesellschaft verhindern. Dabei gibt es Handlungsfelder wie Nachbarschaften, Räume für Begegnungen, tragfähige Netzwerke, Generationen und Integration. Während der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass dieses Thema viele Akteure und ein großes Potenzial aufweist und  uns ganz neue Betätigungsfelder erschließen würde. Die Agora Köln könnte also viel in Bezug auf dieses Thema bewegen.

Mit 12 zu 11 Stimmen machte am Ende die „Essbare Stadt“ das Rennen. Als nächstes soll ein passenderer Titel gesucht und die Themen „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und „Öffentlicher Raum“ sollen ebenfalls berücksichtigt werden. Außerdem wollen wir die Kooperationsmöglichkeit mit dem Ernährungsrat Köln und Umgebung ausloten.

Tag des guten Lebens 2018

Am Ende des Treffens machten wir uns gemeinsam Gedanken über ein neues Gebiet für den Tag des guten Lebens 2018. Als Favorit kristallisierte sich die Gegend um den Ebertplatz heraus. Aber auch andere Veedel wie Chorweiler, Mülheim oder Kalk sind noch im Rennen. Beim nächsten Netzwerktreffen fällen wir schließlich die Entscheidung wo in Köln der übernächste Tag des guten Lebens stattfinden soll.

Ausblick!

Das Netzwerktreffen klang beim gemütlichen Bier vor der Tür aus. Wir freuten uns über die freundliche und respektvolle Stimmung des Treffens und verabredeten uns in den kommenden Wochen für weitere Aktionen und Treffen. Wir sind beispielsweise in den Arbeitsgruppen der Stadt Köln zur Luftreinhaltung vertreten, bereiten den Tag in Deutz vor und freuen uns auf den Alberto Acosta-Abend Ende April. Vor uns liegen spannende Wochen und Monate!

 

Text: Volker Ermert.

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