Rückblick: Veedelstreffen in Ehrenfeld

Das letzte Veedelstreffen in Ehrenfeld war Anfang November trotz der vielen Feiertage richtig gut besucht! Für alle, die nicht kommen konnten, hier eine kleine Zusammenfassung der vorgestellten Initiativen und Projekte:

Ehrenfelder Freiheit: Beim Veedelstreffen wurde folgender Wunsch geäußert: Dran bleiben! Das freut uns natürlich – demnächst wird es also ein eigenes Treffen zum autofreien Sonntag auf der Venloer Straße geben.

Baustopp für neuen Rewe auf der Venloer: Die Klage der Anwohner aus der Philippstraße war bisher erfolgreich – das Kölner Verwaltungsgericht hat die Baugenehmigung für den neuen Rewe-Supermarkt entzogen, somit ist die Baustelle vorerst gestoppt. Nun geht es weiter vor das Oberverwaltungsgericht – wir drücken die Daumen!

Jack Who/Jack in the Box: Die Petition für ein lebenswertes Köln und die Rettung zentraler Kulturstandorte in Köln und Ehrenfeld ist erfolgreich abgeschlossen und ist mit über 7.000 Unterschriften bereit zur Übergabe an Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Der erste Schritt ist damit vollbracht – nun wird es darum gehen, einen Plan für die praktische Umsetzbarkeit der 6 Forderungen auszuarbeiten.

Bürgerinitiative Helios: Bald wird der Bebauungsplan für das Heliosgelände zum letzten Mal offengelegt. Für den noch nicht angekündigten Termin zur Öffentlichkeitsbeteiligung wird volle Manpower benötigt: Kommt zahlreich und bringt eure Ideen, Vorschläge und Kritik ein!

Innergrün Ehrenfeld konnte die ersten Erfolge verkünden. Denn: Teile ihres Konzepts für den neuen Spiel- und Sportpark werden umgesetzt! Runder Tisch am 15.11. (nicht öffentlich). Für aktuelle Informationen zur Umgestaltung der Bezirkssportanlage neben der Moschee folgt Innergrün Ehrenfeld auf Facebook.

Gogomobil: Ein tolles Beispiel dafür, wie man öffentlichen Raum nutzen kann, der normalerweise den Autos vorbehalten ist! Anders als ein Auto ist das Gogomobil auch parkend als öffentlicher Raum nutzbar.

Bezirksvertretung Ehrenfeld: Bereits seit Juni 2016 können Einzelhändler den Autostellplatz vor ihrem Ladenlokal in einen Fahrradstellplatz mit 6 Haarnadeln umwandeln lassen. Wo sonst also 1 Portmonnaie Platz hat, könnten in Zukunft 6 Portmonnaies parken. Ein Antragsformular wird von Deine Freunde zur Verfügung gestellt.

Donk-EE: Das clevere Elektro-Lastenrad hat kleine Startschwierigkeiten – die Schlösser funktionieren nicht. In zwei Wochen ist es aber endlich startklar und wird den Ehrenfeldern als klimafreundliche Alternative zum Auto bei Großeinkäufen und Umzügen gute Dienste leisten!

Ein Bienenblütenreich in Ehrenfeld? Eine aktuelle Studie zum hat gezeigt: der Insektenbestand in NRW ist in den letzten 30 Jahren um 75% zurückgegangen. Eine Ehrenfelder Anwohnerin möchte nun Projektgelder für insektenfreundliche Bepflanzung in Ehrenfeld beantragen.

Malteser Sharehaus Köln: Nach Berliner Vorbild planen die Malteser ein Gemeinschaftshaus für Geflüchtete, Kölner und Wahl-Kölner, die eine lebendige Hausgemeinschaft suchen. Aktuell suchen sie dafür nach einem geeigneten Haus. Informationen und Kontakt gibt es über sharehaus@malteser.org.

Spielplatz Stammstraße/Gutenbergstraße: Anwohner fordern: Der Spiel- und Fußballplatz an der Ecke Stammstraße soll endlich wiederbelebt und für die vielen Kinder aus der Umgebung nutzbar gemacht werden! Ihr wollt euch anschliessen? Jeden zweiten Montag im Monat findet ein Treffen im Begegnungscafé in der Geisselstraße statt. Für März 2018 ist eine erste Aufräumaktion geplant.

Essbare Stadt Köln: Wie kann man möglichst viel essbares Grün für Mensch und Tier in die Stadt bringen? Die Agora Köln und der Ernährungsrat für Köln und Umgebung arbeiten zur Zeit gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft an einem Aktionsplan für die „Essbare Stadt Köln“. Ihr wollt dabei sein? Meldet euch hier an!

Vielen Dank an das Atelier Colonia für die Räumlichkeiten sowie an alle Initiativen, Projekte und Anwohner – es war ein toller Abend!

Bürgerwerkstatt #5: Das gute Leben in den Veedeln

Wie stellt Ihr Euch das gute Leben im Veedel vor?
 
Unser Fokus für die nächste Agora Köln Bürgerwerkstatt liegt diesmal auf den Vierteln „Eigelstein“ und „Agnesviertel“ – und unsere ganz besondere Einladung geht an die Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort:
 
Was schätzt Ihr an Eurem Veedel, was stört Euch, was wollt Ihr ändern, was habt Ihr vielleicht schon verändert? Darüber möchten wir mit Euch diskutieren. Wir freuen uns aber natürlich auch über Gäste von außerhalb.
 
 Mit Guerilla-Aktionen die Stadt verändern? Einfach!
 
Auch längerfristig die Dinge verändern? Etwas schwieriger.
 
 …aber nicht unmöglich!
 
Wo und wie die beiden Veedel bereits aktiv gestaltet und verändert werden, davon berichten uns Akteure aus dem Eigelstein und dem Agnesviertel. Danach geht es für eine Bestandsaufnahme raus auf die Straße! Welche Veränderungen lassen sich beobachten? Und welche würdet Ihr Euch für die Zukunft wünschen?
 
Im abschließenden Workshop zeigen wir verschiedene Methoden und Interventionen, mit denen Ihr Euer Veedel selbst gestalten könnt.
 

Die Fakten auf einen Blick:

Workshopleitung: Gabi Linde (Agora Köln / HiddenCampus)
& Martin Herrndorf Agora Köln / Colabor | Raum für Nachhaltigkeit).
Datum: Sonntag, 26. November 2017, 15:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Alte Feuerwache, Köln // Großes Forum

 Anmeldung

 

Ja, ich möchte mich für die Bürgerwerkstatt Eigelstein- und Agnesviertel am 26. November 2017 anmelden!

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Veedelstreffen Ehrenfeld – es wird ein Boulevard!

Am Samstag den 10. September war es soweit: Unter dem Motto mehr Freiraum und Mobilität für Ehrenfeld fand das Finale unseres Ideenwettbewerbs im BüZe Ehrenfeld von 14 – 18 Uhr statt. Bei schönem Wetter kamen zahlreiche Besucher und Ideengeber! Auch Bezirksbürgermeister Josef Wirges war anwesend um eine kurze Ansprache zu halten.

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Frische Luft für Müllem

Messtation auf dem Clevischen Ring in Köln-Mülheim Foto: Rolf Bauerfeind

Messtation auf dem Clevischen Ring in Köln-Mülheim. Foto: Rolf Bauerfeind

Frische Luft für Müllem

Der Clevische Ring wird am 16.September von 16 – 20 Uhr auf der Fahrbahn in Richtung Mülheimer Brücke in Höhe der Post bis zum Wiener Platz autofrei sein. Mit Grillen, Pizzen, Kuchen, Boulespielen, Jonglage und im Liegestuhl liegen wollen wir ein Zeichen für eine bessere Luft- und Lebensqualität am Clevischen Ring setzen.

Die Lärm- und Schadstoffbelastung ist dort so hoch, dass die gesetzlichen Grenzwerte seit Jahren deutlich überschritten werden und der Clevische Ring zu den deutschlandhweit am stärksten belasteten Straßen gehört.

Kommt vorbei und erfahrt mehr über die Möglichkeiten die ihr als Bürger habt, für frische Luft in Köln zu sorgen.

Ein gelungener erster Tag des guten Lebens

Das schlechte Wetter hat ausgerechnet am Sonntag eine Pause gemacht. Um 22 Uhr, am Ende unseres Programms aus mehr als 150 Aktionen, ging es mit dem Regen wieder weiter.
Inoffizielle Schätzungen aus Polizeikreisen gehen von 80.000 bis 100.000 Menschen aus, die am 15. September mitgemacht oder den Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit besucht haben.
Wichtiger als die Besuchermenge, war aber die Qualität und die Vielfalt innerhalb der Veranstaltung. Einen Eindruck davon könnt ihr auf der entsprechenden Facebook-Seite bekommen: https://www.facebook.com/tagdesgutenlebens

Vor einem Jahr hieß es noch in politischen Kreisen der Stadt: “Wir dürfen die Bürger mit solch einem visionären Vorhaben nicht überfordern. Vielleicht können wir eine Straße absperren, das wäre realistischer”.  Am Sonntag haben wir gelernt, dass die meisten BürgerInnen manchmal weiter als ihre eigenen politischen VertreterInnen sind.  Unter ihnen gibt es ein breites Bedürfnis nach Gemeinschaft,  freie Räume für Entfaltung und Alternativen. Wir bedanken uns bei der Bezirksvertretung Ehrenfeld und beim Bezirksbürgermeister Josef Wirges, die an diese Vision geglaubt haben. Wir würden uns freuen, wenn andere Bezirksvertretungen und der Stadtrat diesem Beispiel folgen würden.

Das Teilen und die Bürgerbeteiligung waren nicht nur Ziele des Projektes, sondern Bestandteil des Prozesses. Wir haben es nur geschafft, weil sich so viele BürgerInnen für diesen Tag kre-aktiv engagiert und die Verantwortung für diesen Tag mit getragen haben. Zum Teil haben sie sich als Veranstaltungsmanager, als Interviewpartner für die Presse oder als “Helfer des Tages” zur Verfügung gestellt. Dass die Organisation trotzdem fast reibungsfrei am 15. September verlief, ist bewundernswert. Wir wollen uns nicht nur bei unseren Geldgebern und ideellen Unterstützerinnen bedanken: In den letzten Wochen gab es ein noch viel größeres WIR, dass sich für eine lebenswerte Stadt eingesetzt hat. Wir alle waren Mitgestalter, egal wie groß oder wie klein die einzelnen Aufgaben waren, die jeder von uns übernommen hat.

Ein Tag im Jahr reicht für die Nachhaltigkeit nicht aus. Der dauerhafte Prozess ist mindestens genauso wichtig wie das Ergebnis. Was wir uns wünschen?

  • dass der Dialog in den Ehrenfelder Nachbarschaften auch über den Tag hinaus weitergeführt wird und weitere Stadtteile in Köln nachziehen;
  • dass der Raum für ein gutes Leben (Buen Vivir) von Jahr zu Jahr breiter wird und die Zeit dafür zunimmt, auch durch eine Entschleunigung der Lebensstile;
  • dass unsere Forderungen im Bereich der Mobilität Aufmerksamkeit in der Kölner Politik finden und so weit es geht umgesetzt werden;
  • dass unser breites Bündnis zwischen Nachbarschaften, Zivilgesellschaft, Umweltbewegung, Kultur und regionaler Ökonomie noch stärker wird, um die nächsten Ziele des Wandels gemeinsam zu definieren und zu erreichen.

Dafür wird sich die Agora Köln einsetzen. Wir freuen uns auf weitere Mitstreiter (Organisationen wie BürgerInnen) und auf den Tag des guten Lebens 2014!