Stellungnahme zum Deutschen Nachbarschaftspreis 2018

Wir, die Agora Köln, haben als Initiative von und für Kölner Bürger mit dem Projekt Tag des guten Lebens im Jahr 2017 den ersten Deutschen Nachbarschaftspreis gewonnen. In diesem Jahr war, statt Thomas de Maiziere, Horst Seehofer als Innenminister der Bundesrepublik Deutschland Schirmherr der Preises.

Die Agora Köln steht für ein weltoffenes Köln, ein gutes Miteinander und einen breiten gesellschaftlichen Dialog. Wir sind fest überzeugt, dass sich Probleme mit Mut, Energie und eine konstruktiven Herangehensweise lösen lassen – ob Klimawandel, Mobilitätswende oder die Integration von Geflüchteten. Rassismus, Ausgrenzung und Scharfmachereik lehnen wir ab, in unseren Veedeln, in unserer Stadt, in Europa. Dies betrifft auch und insbesondere eine Reihe von Äußerungen von Horst Seehofer in der Debatte um Geflüchtete und Vertriebene.

Wir stehen weiter hinter dem Nachbarschaftspreis, der den zahlreichen Initiativen, die in Deutschland vor Ort etwas anpacken und bewegen, sichtbar macht und freuen uns über unsere Auszeichnung im letzten Jahr. Wir halten es für wichtig, dass der Geist und die Ideen der Nachbarschaftsinitiativen im Bundesinnenministerium und seiner Leitung gehört werden und dort eine Wirkung entfalten.

Wir erkennen den Rückzug von wielebenwir e.V. und „Moabit Hilft“ aus dem Wettbewerb als deutliches Signal gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft und die Positionierung von Horst Seehofer an. Zugleich begrüßen wir es, dass sowohl das Ministerium als auch betreffenden Initiativen sich bereit erklärt haben, in einen Dialog eintreten.

Wir werden uns weiter in unserer Arbeit vor Ort für ein gutes Miteinander einsetzen und Brücken bauen, auch zu Menschen und Gruppen, die unseren Zielen kritisch oder ablehnend gegenüberstehen und werden diese Haltung und unsere Positionen auch im Rahmen der Preisverleihung mit Nachdruck vertreten.

 

Mehr:

Stellungnahme von wielebenwir: Warum wir die Nominierung für den “Deutschen Nachbarschaftspreis” nicht annehmen

Stellungnahme der nebenan.de-Stiftung: Zur Schirmherrschaft des Deutschen Nachbarschaftspreises

Was halten wir eigentlich von “Bunt im Block”?

Dieses Jahr soll es in der Südstadt ein neues Nachbarschaftsfest geben – mit autofreien Straßen, bunten Aktionen, Treffen im Vorfeld. In manchen Aspekten ist es ähnlich wie der Tag des guten Lebens, in anderen unterschiedlich, einer der Initiatoren war lange Jahre bei uns aktiv.

Bunt im Block hat im Vorfeld für ordentlich Diskussionen gesorgt und mittlerweile hat wohl jeder eine Meinung.

Aber was halten wir eigentlich davon?

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Rückblick: Das Veedelstreffen in Ehrenfeld am 21.03.2018

Liebe Ehrenfelder!

Was für ein wunderbarer Abend, voll mit bekannten und genauso vielen neuen, engagierten und interessierten Gesichtern bei euch in Ehrenfeld! Beim ersten Veedelstreffen in Ehrenfeld in 2018 hörten wir viel über Projekte zur Mobilitätswende, bekannte Initiativen um euer Veedel essbarer oder noch nachbarschaftlicher zu gestalten und zur Vorstellung neuer Gruppen. Währenddessen und im Anschluss wurde dann ordentlich genetzwerkt – genau wie es die alten Griechen bei der Agora zu tun pflegten!

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BarCamp „Essbare Stadt Köln“: Köln wird essbar – Machst du mit?

Ein Gemeinschaftsgarten in jedem Veedel? Obst und Gemüse aus Parks statt aus Supermärkten? Wie soll die „Essbare Stadt“ aussehen? Auf dem BarCamp am 13. Januar ist Platz für deine Ideen und deine Projekte.

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Rückblick: Bürgerwerkstatt #5 – Das gute Leben im Agnesviertel und Eigelstein

Am Sonntag haben sich bei der Bürgerwerkstatt #5 Anwohner und Initiativen aus dem Agnesviertel und Eigelstein in der Alten Feuerwache getroffen. Das Thema: “Das gute Leben in den Veedeln”. Wie stellen wir es uns vor? Und wie können wir gemeinsam darauf Einfluss nehmen?
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